Hintergrund![]() Seit dem Ausbruch der zweiten Intifada im Oktober 2000 stellen sich die Menschen der Region wieder einmal die Frage, wie es mit dem “Friedensprozess” weitergeht. Zwar steht offiziell die “Roadmap” noch zur Umsetzung aus und auch mit den Vereinbarungen von Genf im Jahre 2003 wurde ein weiterer vielversprechender Vorschlag zur Lösung des Konflikts in die Runde geworfen. Man kann allerdings ohne Umschweife behaupten, dass alle bisherigen Versuche, zu einer friedlichen und nachhaltigen Lösung des Konflitks zu kommen, im Sande verlaufen sind. Der “Sommerkrieg” des Jahres 2006 und das nicht enden wollende “tit-for-tat” der israelischen Armee und der Hamas in und um den Gaza-Streifen herum sind offensichtliche Hinweise für des Versagen jeglicher Lösungsversuche von politischer Seite. Dies mag vor allem daran liegen, dass alle diese Lösungsvorschläge vor allen Dingen “Kabinettslösungen” waren, entworfen von Verhandlungsdelegationen mit mehr oder weniger Bodenhaftung und mehr oder weniger Legitimation oder Mandat seitens der ihrer Regierungen oder Bevölkerungen. Die Menschen vor Ort jedoch sind sich hingegen einig, dass der Frieden vor allem von unten her wachsen muss. Erst wenn die Menschen in der Region einander begegnen wollen, fängt der Friedensprozess an. Erst wenn das Wissen voneinander und von den beiderseitigen Wirklichkeiten, Ängsten und Wünschen für die Zukunft die Stereotype und das Reden lediglich übereinander ablöst, kann sich Kompromissbereitschaft entwickeln. Verständigung erfordert Vertrauen! Dieses Vertrauen zu schaffen, ist die Mission des Projektes Amudei Shalom. Nur unermüdliche und geduldige Erziehungsarbeit schafft dieses Vertrauen. So, wie es bereits im Oslo II abkommen vereinbart wurde. Zwar ist momentan eine direkte Begegnung von Israelis und PalästinenserInnen, aufgrund des quasi-Kriegszustands nicht möglich, aber auch innerhalb Israels ist das Verhältnis zwischen jüdischer Mehrheit und arabischer Minderheit sehr gespannt. Auch hier fehlen die notwendigen Strukturen, die für die Begegnung zwischen diesen beiden Gruppen nötig sind.
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