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Givat Haviva - Educational Institution
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Givat Haviva ist eines der größten, ältesten und führenden Institute, das sich in Israel für jüdisch-arabische Verständigung einsetzt, den kulturellen und religiösen Pluralismus fördert, für demokratische Werte und Frieden wirkt und die Vergangenheit des jüdischen Volkes in erzieherischer Arbeit der Jugend von heute nahe bringt.
Givat Haviva wurde im Jahre 1949 als das nationale Erziehungszentrum des Kibbuz Artzi Verbandes gegründet. Der zentrale Campus von Givat Haviva umfaßt 15 ha und liegt in der Scharon-Ebene, ziemlich genau in der Mitte zwischen Haifa und Tel Aviv (von beiden in einer Stunde zu erreichen).
Heute bietet Givat Haviva einer vielfältigen Bevölkerung formelle und informelle Erziehungsprogramme an. Givat Haviva gewann unter anderen die Anerkennung von AkademikerInnen, LehrerInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen auf Grund der erzieherischen Arbeit die hier geleistet wird. Im Besonderen wird Givat Haviva für den Einsatz der Mitarbeiter und deren Verpflichtung Wissen und kulturellen Pluralismus zu vermitteln, geachtet. Tausende Menschen nehmen jährlich an den verschiedenen Seminaren, Kursen und Workshops, die in Givat Haviva abgehalten werden, teil. Manche kommen nur für einen Tag, andere bleiben ein volles, intensives Studienjahr.
Die Themen, auf die sich das Institut spezialisiert reichen von jüdisch-arabischer Koexistenz bis zur Geschichte des Nahen Ostens, die Wurzeln des Zionismus, arabische Sprache und Kultur, die Geschichte des Holocausts und des jüdischen Widerstandes bis zur Geschichte der Kibbuz- und Arbeiterbewegung in Israel.
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Givat Haviva - eine Brücke zwischen zwei Gesellschaften
Seit dem Ausbruch der zweiten Intifada im Oktober 2000 haben sich viele die Frage gestellt, wie es mit dem Friedensprozess weitergeht. Israel und Palästina stecken heute und wohl nicht zum letzten Mal in einer Sackgasse. Die Friedensinstitute wie Givat Haviva sind sich einig, dass der Frieden vor allem von unten wachsen muss. Erst wenn die Menschen in der Region sich begegnen wollen, fängt der Prozess der Verständigung und des Vertrauens zueinander langsam an. Dies erfordert eine geduldige Erziehungsarbeit, die auch im Oslo-B Abkommen vertraglich vereinbart wurde. Nur: Diese Forderungen müssen dann auch in die Praxis umgesetzt werden, wenn auf beiden Seiten geschossen wird, wenn sich das politische Klima verschlechtert und es scheint, dass frühere Versuche der Annäherung keine Resultate eingebracht haben. Krisenzeiten können auch Gelegenheiten für bessere und intensivere Zusammenarbeit bieten. So hat sich gerade die langjährige Zusammenarbeit mit den israelischen Palästinensern in Givat Haviva bewährt und bewiesen, dass die tägliche Friedensarbeit, die Zivilgesellschaft in Israel zu stärken und Brücken zwischen Juden und Arabern zu bauen, stärker als wechselnde politische Lage. In all den 38 Jahren seit der Gründung des jüdisch-arbischen Zentrums für den Frieden in Givat Haviva hat diese Zusammenarbeit nicht einen Tag geruht und geht auch heute weiter.
Givat Haviva ist Trägerin des UNESCO Preises für Friedenserziehung 2001
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